„Bündnis pro textile Vielfalt“

Erster Runder Tisch von Textileinzelhändlern und Bekleidungsherstellern in Baden-Württemberg: Neue Möglichkeiten für gemeinsames Handeln erkannt

Mode
Foto: © Doris Streich und Luisa Cerano

„Die Mode erlebt den größten Wandel unserer Generation.“ – „Ich habe niemals erlebt, dass sich unsere Branche so schnell verändert.“ – „Wenn wir die Situation jetzt nicht drehen, ist es in zwei oder drei Jahren zu spät.“ – drei von vielen Aussagen, die Textilunternehmer beim ersten „TexTable“ in Stuttgart machten. Dieser vom Handelsverband Baden-Württemberg und dem Industrieverband Südwesttextil initiierten Austausch von mittelständischen Markenherstellern und mittel-ständischen Einzelhändlern sollte ein erster Schritt zur gemeinsamen Lösungssuche sein. „Mittelständische Hersteller und Händler sitzen nicht in getrennten Gräben, son-dern in einem Boot. Wenn sie im Wettbewerb zwischen Vertikalen und Digitalen zerrieben werden, ist das ein Verlust vor allem für die Verbraucher. Angebotsvielfalt, Qualität, Service und Shoppingerlebnis stehen auf dem Spiel“, so Peter Haas, Haupt-geschäftsführer von Südwesttextil, der die Interessen von 200 Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie in Baden-Württemberg vertritt.

Das mehrstündige Gespräch zwischen Inhaber-Unternehmern beider Seiten bediente die ganze Bandbreite der Diskussion: von der Saison-Debatte über die Lieferzeitpunkte bis hin zum Umgang mit dem Online-Geschäft. Dabei zeigten sich auch neue Ansätze für ganz konkretes gemeinsames Handeln, beispielsweise bei der Versorgung der Handelsunternehmen mit Modefotografie durch die Industrie direkt oder über Plattformen, die auch den Herstellern einen urheberrechtssicheren Umgang mit dem Content garantieren. Ebenso wurde diskutiert, wie der Online-Shop eines Herstellers eher als Marketingunterstützung denn als Konkurrenz für den stationären Handel wirken kann und das Dilemma zwischen B2C- und B2B-Bedarfen lösen kann.

„Die Botschaft aus Stuttgart ist klar: Der Mittelstand im Handel und bei den Bekleidungsherstellern kann und muss seine Stärken gemeinsam stärken. Dies kann nur gelingen, wenn wir den Dialog miteinander jetzt führen und intensivieren und das nicht nur regional, sondern bundesweit und am Ende vor allem mit konkreten Ergebnissen.“, so Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg. „Wir wissen, es ist fünf vor zwölf und daher stehen unsere Organisationen für die Moderation dieser Gespräche jederzeit zur Verfügung“.

Der Handelsverband Baden-Württemberg (EHV) vertritt die Interessen von über 10.000 Handelsunternehmen in Baden-Württemberg. Er ist in drei Regional-verbände gegliedert: Nordbaden, Südbaden und Württemberg. Daraus ergibt sich ein enger Kontakt zu allen Mitgliedern vor Ort. Die Mitgliedsunternehmen des EHV erwirtschaften rund 80 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes in Baden-Württemberg.

Südwesttextil ist eine Gemeinschaft von rund 200 Unternehmen mit 7,37 Mrd. Euro Umsatz und 24.000 Beschäftigten und damit der Interessenvertreter und Berater der Textil- und Bekleidungsindustrie in Baden-Württemberg. Der von den Unternehmen getragene Wirtschafts- und Arbeitgeberverband wirkt als Dienstleister für seine Mitglieder, als Netzwerker in Politik und Wirtschaft, Sozialpartner in der Tarifpolitik, Förderer der Textilforschung und des Engagements für soziale und ökologische Standards. Unsere Mitglieder garantieren Style und Hightech von Weltrang und beweisen jeden Tag:
Textil aus Baden-Württemberg ist der Stoff, aus dem die Zukunft ist.