Masken für alle im „Textile Valley“

Place2tex informiert über die Bezugsquellen von sogenannten „Alltagsmasken“

Masken mit Menschen
Foto: © istockphoto.com/Royalty-Free licenses

Stuttgart, 23. April 2020 – Um die aktuell vorhandenen textilen Produktionskapazitäten für Atemschutzmasken in Baden-Württemberg zu ermitteln, haben der Arbeitgeberverband Südwesttextil und das Textilnetzwerk AFBW Ende letzter Woche auf ihrem gemeinsamen Internetportal „Place2tex“ eine Abfrage online gestellt. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, deren Ressort das Portal gefördert hat, rief die Unternehmen der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie dazu auf, an dieser Umfrage teilzunehmen und dem Land die verfügbaren und künftigen Kapazitäten mitzuteilen.

„Über 140 Firmen sind diesem Aufruf innerhalb von zwei Tagen gefolgt. Wir sind begeistert, wie aktiv und kreativ unsere Branche in diesen Krisenzeiten agiert,“ sagte Südwesttextil-Hauptgeschäftsführer Peter Haas. „Nach eingehender Auswertung zeigt sich ein beeindruckend vielfältiges Bild von Produzenten im Land.“ Man erwarte vom Land, diese Produkte auch zu nutzen und nicht nur auf China-Importe zu setzen.

In Anbetracht der ab Montag, 27. April, in Baden-Württemberg geltenden Masken-pflicht, die das Tragen von sogenannten „Alltagsmasken“ beim Einkaufen und im öffentlichen Personenverkehr vorschreibt, ist mit einem großen Bedarf in der Berufswelt und im privaten Bereich zu rechnen. „Deshalb haben wir beschlossen“, so Ulrike Möller, Leiterin der Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg (AFBW), „nicht nur der Landesregierung unsere gesammelten Infos zur Verfügung zu stellen, sondern auch Unternehmen, anderen Organisationen, Einrichtungen und den Bürgern.“ Die Liste mit den Herstellern von Mund-Nasen-Masken wird von Place2tex unter https://www.place2tex.com/place2tex/corona-produkte zum Download angeboten.

„Wir lernen schon jetzt aus der Corona-Krise, dass wir uns in Zukunft bei der Gesundheitsvorsorge und Versorgung nicht so sehr von Asien und anderen ausländischen Produktionsstätten abhängig machen dürfen“, appelliert Hauptgeschäftsführer Haas. Deshalb fordert er von der Landesregierung, den Aufbau der Produktionsinfrastruktur im Südwesten nachhaltig zu unterstützen und somit zu sichern.

Die Pressemitteilung finden Sie in der Anlage zum Download.

  • Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist Deutschlands zweitgrößte Konsumgüterindustrie und bei technischen Textilien Weltmarktführer.
  • Südwesttextil vertritt die Interessen der Branche in Baden-Württemberg. Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband ist eine Gemeinschaft von rund 200 Unternehmen mit 7 Mrd. Euro Umsatz und 24.000 Beschäftigten.
  • Viele sind wichtige Zulieferer für die Autoindustrie, Luft- und Raumfahrt und Medizin oder machen mit attraktiver Mode und hochwertigen Heimtextilien den Alltag schöner und komfortabler.
  • Südwesttextil ist Berater für seine Mitglieder, Netzwerker in Politik und Wirtschaft, Sozialpartner in der Tarifpolitik, Förderer der Textilforschung und des Engagements für soziale und ökologische Standards.

Textil aus Baden-Württemberg ist der Stoff, aus dem die Zukunft ist.

AFBW gehört zu den leistungsstärksten Netzwerken in Europa, ist wichtiger Player im Markt der faserbasierten Werkstoffe und das erste landesweite Netzwerk im Südwesten, das mit dem baden-württembergischen und europäischen Cluster Label ausgezeichnet wurde. Sie bietet professionelles Netzwerkmanagement für ihre Mitglieder und Partner. Zur Aufgabe gehört es Wissenschaft und Wirtschaft, Menschen und Märkte, Technologien und Anwendungsfelder – von der Faser bis zum fertigen Produkt – mit einander zu verbinden. Um baden-württembergischen KMU ein Sprungbrett für intensivere Auslandsaktivitäten zu bieten und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, setzt AFBW auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket. Das Unterstützungsangebot reicht von Cross-Clustering mit Netzwerken und anderen Akteuren im Ausland über Delegationsreisen und internationalen Messebeteiligungen bis hin zur Akquise, Initiierung und Umsetzung internationaler Innovationsprojekte. Aktuell setzen 145 Mitglieder auf den Netzwerkgedanken der AFBW – darunter vor allem mittelständische Unternehmen entlang der textilen Wertschöpfungskette sowie die führenden Textilforschungseinrichtungen des Landes.

„Mehrwert durch Netzwerk“ ist Leitbild und Treiber für Technologietransfer und Innovation.