Selbstständig und sicher wohnen

Im August startete ein Forschungsprojekt, das den Einsatz von AAL-Systemen (Ambient Assisted Living) bei häuslichen Notfällen in der Praxis erprobt.

Es ist zunächst auf zwei Jahre festgelegt und wird mit 650 000 Euro gemeinsam von den Ministerien für Soziales und Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg unterstützt.

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen, die in ihrem eigenen Wohnumfeld betreut werden wollen, steigt. Die älteren Menschen möchten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung selbstständig wohnen bleiben und sich dort sicher fühlen. Die technischen Assistenzsysteme zur Notfallerkennung (AAL-Technik) können für diese Sicherheit sorgen.

In Deutschland gibt es derzeit noch keinen etablierten Markt für AAL-Produkte und Dienstleistungen. Umfragen belegen jedoch, dass die Mehrheit der Senioren für derartige Lösungen aufgeschlossen ist. Die beteiligten Institute - das Fraunhofer IPA (Institut für Produktionstechnik und Automatisierung) Stuttgart, das FZI Forschungsinstitut Informatik Karlsruhe und das ITV (Institut für Textil- und Verfahrenstechnik) Denkendorf - möchten die Sicherheit und Notfallerkennung unter realen Einsatzbedingungen und Einbindung von Vertretern der gesamten Wertschöpfungskette realisieren. Die Technik soll in 30 Wohnungen des Projektpartners Bruderhaus Diakonie im Raum Reutlingen erprobt und evaluiert werden. Danach beginnen die Partner mit der Umsetzung in vermarktungsfähige Produkte.

Foto: FZI