Sieben Schritte – Sieben Wege

Reutlinger Design-Absolventen präsentieren ihre Arbeiten erstmals sehr stylish im Internet.

Anne Catherine Muller schuf zum Thema „Urban Nature“ zarte Textilien und robuste Teppiche und Kissen für Großstadtnomaden.
Foto: Anne Catherine Muller schuf zum Thema „Urban Nature“ zarte Textilien und robuste Teppiche und Kissen für Großstadtnomaden.
© Hochschule Reutlingen

Die Bandbreite der Themen, mit denen sich die Studierenden des Studienschwerpunkts Material & Surface Design an der Hochschule Reutlingen befassen, ist enorm. Zu Beginn des Jahres war es dann wieder soweit: Einmal mehr zeigte die Abschlusspräsentation der Thesisarbeiten, was junge Designer bewegt und welche Antworten sie in ihrer Arbeit auf die wichtigen Fragen unserer Zeit finden. Doch in diesem Jahr gingen die Studierenden auch in ihrer Präsentation neue Wege. In der Welt des Designs und der Mode nehmen digitale Präsentationen und zeitnahe unkomplizierte Publikationsinstrumente rasant an Bedeutung zu. Um wahrgenommen zu werden, benötigen junge Designer daher heute mehr als eine analoge Präsentation. Deshalb beschlossen die sieben Studierenden gemeinsam mit ihrer Professorin Brigitte Steffen, eine interaktive Website zu konzipieren – unter dem Motto „7 Schritte 7 Wege“. Diese sollte die internationale Wahrnehmung der Abschlussarbeiten stärken und potenziellen Arbeitgebern ermöglichen, mit den Absolventen in den Dialog zu treten.

Between Shadows and Light von Lia Zawacki
Foto: Between Shadows and Light von Lia Zawacki
© Hochschule Reutlingen

Dieses mediale Projekt, das durch die Agentur downpour umgesetzt und über Sponsoren, darunter auch Südwesttextil, finanziert wurde, ist „die Sahne auf dem Kuchen“ – wie Prof. Steffen locker formuliert. Der Charme des Projekts besteht darin, dass alle Bestandteile der Website von jungen Menschen derselben Generation in einem interdisziplinären Projekt erstellt und konzipiert wurden.
Die Designer präsentierten stolz folgende Projekte:

  • Stella Sauter sammelte für ihr Projekt „Upcycling Mesh“ gebrauchte Gemüsenetze zeigt damit, dass Ästhetik und Wertschöpfung auch in Dingen steckt, die eigentlich für den Müll bestimmt waren.
  • Für ihr Projekt „Healing Art“ renovierte Lara Oberle auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse kurzerhand die Arztpraxis ihrer Eltern und freut sich jetzt über die positive Resonanz von Patienten und Praxisteam.
  • Die Reduktion von Lärm und die Verbesserung der Raumakustik hat sich Rosa Eberspächer für ihre Thesiarbeit „Vil-A-Coustics“ als Aufgabe gestellt.
  • Anne Catherine Muller schuf zum Thema „Urban Nature“ zarte Textilien und robuste Teppiche und Kissen für Großstadtnomaden.
  • Streetwear und die kulturelle Bedeutung von Dresscodes fanden Einzug in das Sneakerkonzept „Challenge the Maps“ von Raphael Mauckner, der für sein Thesisprojekt Unterstützung von Adidas bekam.
  • Die Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling war das tragende kreative Element in der Arbeit „Metamorphosis“ von Sonja Zehentmayer.
  • Die Bedeutung des Handwerklichen zur Darstellung von Luxus zeigt das Stickereiprojekt „Between Schadows and Light“ von Lia Zawacki.