Benachteiligende Stellenausschreibung

Immer wieder wird versucht, Stellenausschreibungen dynamisch und interessant zu gestalten. Dies führt in manchen Fällen leider dazu, dass diese gut gemeinen Ausschreibungen benachteiligend wirken und abgelehnten Bewerbern die Möglichkeiten bietet, Ansprüche nach dem AGG Gesetz geltend zu machen.

So hat ein Arbeitgeber eine „zukunftsorientierte, kreative Mitarbeit in einem jungen, hochmotivierten Team“ angeboten und dabei nicht bedacht, dass solche Formulierungen ein Indiz für eine Benachteiligung wegen dem Alter begründen können. So hat das Landesarbeitsgericht Nürnberg am 27. Mai 2020 geurteilt, dass hierin ein Indiz für eine unmittelbare Diskriminierung begründet werde. Insbesondere das Wort „jung“ war dabei ausschlaggebend. Insoweit sollte bei den Ausschreibungen besonderer Wert auf eine neutrale Formulierung gelegt werden, um unnötige Inanspruchnahmen zu verhindern.