Südwesttextil wählt neuen Präsidenten

Georg Saint-Denis will Kompetenz-Netzwerk stärken

Ausbildung, Innovation und Forschungstransfer sind die Schwerpunktthemen, denen sich Georg Saint-Denis in seinem neuen Amt als Präsident von Südwesttextil besonders widmen will. Das erklärte der 47-jährige Chef der Global Safety Textiles GmbH nach seiner einstimmigen Wahl vor der Mitgliederversammlung des Verbandes Ende April in Böblingen. "Die Messlatte hängt hoch", sagte er mit Respekt vor seinen Amtsvorgängern. Deshalb wolle er die Kontinuität wahren, gleichzeitig aber eigene Akzente hinzufügen.
Verbände seien heute mehr denn je Kompetenz-Netzwerke, die den textilen Mitgliedsunternehmen bei ihrem globalen Geschäft wertvolle und einzigartige Hilfestellung geben könnten, meinte der CEO eines der weltweit prominenten Herstellers von Airbag-Geweben für den Automotivbereich. Er wolle daran mit- wirken, diese Kompetenzen weiter zu stärken und auszubauen.
Dazu gehöre auch die Sicherstellung einer guten Aus- und Weiterbildungsqualität – einer Kernkompetenz von Südwesttextil, die der Verband vor allem durch seine Ausbildungsstätte Gatex in Bad Säckingen ausübt. "Die Schlüssel- investition für unsere Zukunft heißt aus- und weiterbilden", betonte der neue Verbandspräsident und forderte die Textil- und Bekleidungsindustrie hier zu noch größeren Anstrengungen auf.

Um den deutschen Knowhow-Vorsprung bei technischen Textilien vor dem Ausland sicherzustellen, appellierte Georg Saint-Denis an seine Kollegen, sich stärker mit anderen Branchen zu vernetzen. Die größten Chancen bestünden in einem branchenübergreifenden Produktionsverbund, der durch Innovationen und Forschungstransfer seinen strategischen Vorteil gegenüber anderen Standorten ausspielen könne.
Georg Saint-Denis, der verheiratet ist und drei Kindern hat, ist seit vielen Jahren in verschiedenen führenden Funktionen für die Global Safety Textiles mit Stammsitz im südbadischen Maulburg tätig. Das Unternehmen unterhält Standorte in Deutschland, USA, China, Polen, Rumänien, Tschechien, Mexiko und Südafrika. In Süddeutschland sind insgesamt 370 Mitarbeiter beschäftigt. Seit das Unternehmen im November 2011 zu 100 Prozent von der südkoreanischen Hyosung-Gruppe übernommen wurde, zeichnet Saint-Denis als CEO und Präsident mit globalen Aufgabenfeldern für den Konzern verantwortlich.

Diese vertikale Integration umfasst die gesamte textile Wertschöpfungskette der Produktion von Airbags von der Garnherstellung bis hin zum konfektionierten Luftsack.

Das Präsidium von Südwesttextil:
Hans Digel aus Nagold, Vorsitzender der Digel AG, ist erster Vizepräsident und repräsentiert die Bekleidungsindustrie in der Verbandsspitze. Weitere Vizepräsi- denten sind Donata Apelt-Ihling, Gesellschafterin der Alfred Apelt GmbH in Oberkirch, sowie Stephan Schulz, CFO der Paul Hartmann AG in Heidenheim, der gleichzeitig Schatzmeister des Verbandes ist. Vierter Vizepräsident ist Bodo Bölzle, Sprecher der Geschäftsführung des Nähgarnherstellers der Amann & Söhne in Bönnigheim.