Textile (R)Evolution

Vom Nylonstrumpf zum Flugzeugrumpf

33 textile Innovationen, die zum Teil Industrie- und Gesellschaftsgeschichte geschrieben, aber in jedem Fall unser tägliches Leben nachhaltig verändert haben, hat das Forschungskuratorium Textil in seiner neuen Broschüre "Textile (R)Evolution" zusammengestellt. Bereits der Untertitel "Vom Nylon-strumpf zum Flugzeugrumpf" verweist auf die große Bandbreite moderner Textilien. So wird die Entstehungsgeschichte unterschiedlichster textiler Produkte von A wie Airbag bis Z wie Zugdrachen-Antriebssystem nachgezeichnet. Dargestellt werden dabei neben der revolutionären Ausgangsidee auch der heutige Stand der Technik und weitere Entwicklungspotenziale.
Beispiele für eine solche textile (R)Evolution sind die faserverstärkten Kunststoffe: 1954 wurde an der Universität Stuttgart beim Bau eines Segelflugzeuges das bislang übliche Balsaholz erstmals durch mit Glasfasern verstärkten Kunststoff ersetzt. Beim aktuellen Airbus A350 bestehen bereits 50 Prozent der Bauteile aus Verbundmaterialien mit Carbonfasern.

In den Anfangsjahren der Industrialisierung führte häufig der Zufall Regie bei der Entstehung neuer Produkte, Anwendungen und Technologien. Heute sind textile Innovationen in erster Linie das Ergebnis intensiver interdisziplinärer Forschung und branchenübergreifender Zusammenarbeit. Bei deren Koordination nimmt das Forschungskuratorium Textil im Rahmen der industriellen Gemeinschaftsforschung in Deutschland eine Schlüsselfunktion ein.

Die Broschüre "Textile (R)Evolution" kann über die Website http://www.textilforschung.de kostenlos bestellt oder unter "Weitere Infos" heruntergeladen werden. Ergänzend dazu finden sich auf der Homepage des Forschungskuratoriums Textil u. a. aktuelle Forschungs-Highlights.