Textile Spitzenforschung made in Germany

Es gilt: „Textil ist der Stoff, aus dem die Zukunft ist“

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Deutschlands textile Forschungskapazität ist weltweit einzigartig. Die erarbeiteten Grundlagen und Ergebnisse sind die Keimzelle für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Textilindustrie von morgen. Mehr noch, Textil ist die Querschnittstechnologie in der gesamten Industrie und damit interdisziplinär ein maßgebender Innovationstreiber für alle Branchen von der Automobil-, Luftfahrt-, Medizin-, Bauindustrie bis hin zu modernen Umwelttechnologien. Textil ist der Stoff, aus dem die Zukunft ist – bzw. Innovation hat Tradition.

Dies spiegelt sich im hochinteressanten Bericht „Textilforschung 2015“ des Forschungskuratoriums Textil eindrucksvoll wider. In den 16 deutschen Textilforschungsinstituten und deren erweitertem Forschungsumfeld werden u. a. die Technologiebausteine für die Textilindustrie 4.0, E-Mobilität bis hin zur Schutzbekleidung und der funktionalen Mode von morgen erarbeitet.

„Innovation ist die Umsetzung einer Idee in die Praxis“, und so ist der Technologietransfer in die Mitgliedsunternehmen der entscheidende Schritt, den Innovationsprozess hin zum zukünftigen Produkt, Produktionsprozess oder der Dienstleistung made in Germany erfolgreich abzuschließen. Der Textilforschungsbericht 2015 informiert, navigiert und bringt Partner zusammen – lesenswert!

Die Publikation gibt anhand von 195 Kurzberichten einen Überblick über die Themenvielfalt der mit öffentlichen Mitteln in den Textilforschungseinrichtungen von Bund, Ländern und EU geförderten Projekte. Obwohl die Bandbreite der Forschungsthemen groß ist und die Detailtiefe oft verblüfft, unterstützen die meisten Projekte die Hightech-Strategie der Bundesregierung und lassen sich in vielen Fällen zugleich auch mit den zehn Themenlandschaften des FKT-Strategiepapiers „Perspektiven 2025“ verbinden.

Der Forschungsbericht des Forschungskuratoriums Textil, der zum 62. Mal erscheint, repräsentiert damit den aktuellen Forschungsstand in 14 Sachgebieten – von Textilchemie und -physik bis hin zu Vliesstoffen und diversen Randbereichen, die im Kapitel „Verschiedenes“ zusammengefasst werden. Um seine Handhabung einfach zu gestalten, tragen die Kurzberichte fortlaufende Kennziffern. Sie verweisen auf zugehörige Literaturangaben im Veröffentlichungsverzeichnis ab Seite 76. Ein Stichwortverzeichnis erleichtert Nutzern das Auffinden. Jeder Kurzbericht enthält Projektnummern und benennt das jeweils projektverantwortliche Institut. Die Kommunikationshinweise zu jeder Forschungseinrichtung samt verantwortlichem Leiter/Direktor sind auf Seite 3 zu finden; die thematische Spezifikation der Forschungsinstitute sowie die Benennung der dafür verantwortlichen Mitarbeiter können u. a. zur direkten Kontaktaufnahme ab Seite 90 nachgeschlagen werden.

Da zahlreiche Projekte im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung, dem auf vorwettbewerblich ausgerichteten Vorlaufforschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, realisiert wurden, öffnet die jeweils zugeordnete AiF-Projektnummer weitere Türen für mehr Informationen. Entsprechende Schlussberichte können unter Angabe dieser Nummer beim zuständigen Forschungsinstitut gegen Erstattung der Selbstkosten angefordert werden.

Der Forschungsbericht steht zum Download bereit.