Textilkennzeichnung

Rohstoffangaben im Internet

Von Krise keine Spur: Der Handel im Internet wächst stetig. Nach Einschätzung der GfK ist der Internetvertrieb der Markt mit der größten Dynamik. Im vergangenen Jahr habe jeder der 28,8 Millionen Online-Shopper im Schnitt 8,5 Käufe im Netz getätigt. Aus diesem Grund steigt auch die Zahl der Textilunternehmen, die ihre Produkte über das Internet verkaufen. Aber aufgepasst – hier gilt es einiges zu beachten: Wer Textilen über Internet oder über Kataloge zur Bestellung anbietet, muss darin laut §1 Absatz 2 des Textilkennzeichnungsgesetzes auch die vorgeschriebenen Rohstoffangaben bekannt machen. An welcher Stelle diese bei Internet-Seiten aufgeführt werden müssen ist oft unklar und gerichtlich noch nicht geklärt. Genau diese Unsicherheit wird aktuell für Abmahnungen missbraucht. Einige Online-Anbieter von Textilien erhielten zuletzt Unterlassungserklärungen zugeschickt, weil die Rohstoffangaben nicht schon beim ersten Bild der angebotenen Ware aufgeführt wurden, sondern erst auf der Detailseite, über die die Bestellung abgewickelt wird. Um entsprechende Abmahnungen zu umgehen, sollte man die Rohstoffangabe schon beim ersten Produktbild und gegebenenfalls bei allen weiteren aufführen.