Umsetzung der Reach-Verordnung

Immer noch großer Informationsbedarf in speziellen Anwendungsfragen

Die Zahlen lassen schaudern. Die Anzahl der vorregistrienden Firmen und die Anzahl der vorregistrierten Stoffe stieg gegen Ende November 2008 in ungeahnte Höhen. Ein Aufwand, der in die Milliarden gegangen sein dürfte und die eigentliche kostenintensive Zulassungsphase beginnt jetzt erst.

Während der diesjährigen Umweltaussprache von Südwesttextil am 4. März in Böblingen zeigte sich, dass die Umsetzung der Reach-Verordnung auch 2009 die Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie mit unterschiedlichen Pflichten weiterhin stark beschäftigen wird.

Obwohl nach Beendigung der Vorregistrierungsfrist in erster Linie Chemikalienhersteller und Gutachter herausfordert seien, ergäben sich in der Kommunikation mit den Kunden durch deren ausgeweitete, aber nicht immer Reach-konforme Forderungen ständig neue Unsicherheiten. Welche Stoffe für den Einsatz in der Textilindustrie vermutlich nicht zugelassen werden, welche neuen Kandidatenstoffe für eine erweiterte Liste in der Diskussion sind, diese und andere Fragen zu Reach konnten gänzlich geklärt werden.

Des Weiteren standen Vorträge mit Diskussion auf der Tagesordnung, die Einblicke in das ab 2007 geltende Umweltschadensrecht gaben sowie über die verschiedenen Aktivitäten der EU und den zuständigen Ministerien des Bundes und der Länder in der Umweltgesetzgebung.
Für Spannrahmenbetreiber beinhaltete das durch kurze Fachvorträge vorbereitete Programm wichtige Hinweise über die Vorgehensweise der unteren Kontrollbehörden bei Emissionsmessungen. Ein Kurzvortrag zur Unfallverhütung in Textilbetrieben und Änderungen bei der DIN ISO 9001:2008 rundeten das Programm ab.