Umweltaussprache

TA Luft und REACh sind die zur Zeit bestimmenden Themen

Der Einladung in die Kongresshalle Böblingen folgten 25 Vertreter aus Mitgliedsunternehmen von Südwesttextil. Die beiden Referenten, Michael Pöhlig, TVI-Verband, Frankfurt, und Ulrich Haase, Firma hch, Hof, informierten über die Methanol-Problematik in der Abluft von Spannrahmen und die Überschreitung von Grenzwerten bei Verwendung von Vernetzern in den vorausgehenden Veredlungsprozessen. Zu dieser Thematik wurde schon in Südwesttext Nr. 5 Seite 10 berichtet. Der Einsatz von Methanolabscheidern müsse kritisch unter wirtschaftlichen Aspekten sowie Umweltkriterien (Wasser- und Energieverbrauch) geprüft werden.

Bezüglich REACh wird ab Jahresmitte die Vorregistrierung von Stoffen bei der zuständigen EU-Behörde in Helsinki starten, die bis Dezember 2008 läuft. Firmen, die aus Nicht-EU-Ländern Chemikalien importieren, unterliegen den gleichen Pflichten wie innereuropäische Hersteller. Deshalb müssen jetzt die Zubereitungen auf die eingesetzten Stoffe hin analysiert werden, um sich von den Lieferanten die Registrierung der Stoffe bestätigen zu lassen. Sonst bewegt man sich ab 2009 im illegalen Bereich.

Informationen, welche Betriebsbeauftragte zur Verbesserung der Arbeitssicherheit in einem Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben sind und welche fakultativ ernannt werden können, sowie Hinweise zum sicheren Umgang mit Gefahrstoffen und eine Analyse des Marktgeschehens bei der Abfallentsorgung rundeten die Nachmittagsveranstaltung ab.