Ökosteuerspitzenausgleich 2013

Unternehmen müssen Energiemanagementsystem einführen

Ein Tag nach dem Energieseminar von Südwesttextil sind im Bundesgesetzblatt die Änderungen des Strom- und Energiesteuergesetzes erschienen, mit denen der Ökosteuerspitzenausgleich ab 2013 verlängert wird. Das Inkrafttreten ist für den 1. Januar geplant.

Unternehmen sind künftig verpflichtet ein Energiemanagementsystem (EMS) einzuführen. Bei der Spitzenausgleichsregelung werden die Strom- und Energiesteuer nach §10 StromStG und §55 EnergieStG mit den Arbeitgeber-Beiträgen zur Rentenversicherung verrechnet. Der sinkende Beitrag zur Rentenversicherung (von 19,9 auf 18,9 Prozent) führt zu einer geringeren Entlastung über den Ökospitzensteuerausgleich.

Für die Rückerstattung der Steuer muss das Unternehmen in 2013 nachweisen können, dass es mit der Einführung eines EMS begonnen hat. Wichtig für die meisten Unternehmen ist die KMU-Regelung. Klein e und mittlere Unternehmen benötigen kein zertifiziertes EMS im Gegensatz zu den großen.

Neben den Ausführungen zur aktuellen Gesetzesänderung machte Jörg Scheyhing von der ECG, dem langjährigen Partner von Südwesttextil beim Strom- und Gaseinkaufsring, auch deutlich wie sich die Strompreise in den letzten Jahren entwickelt haben. Dabei zeigt er, dass die Belastung nicht durch die "Ware Strom" an sich zustande kam, sondern durch die zahlreichen Belastungen, die der Gesetzesgeber draufschlägt. Die neuste Abgabe wird die sogenannte Off shore-Haftungsumlage sein.

Dr. Jürgen Seibold vom Zentrum für Management Research am DITF Denkendorf ging dann auf die Umsetzung eines Energieeffizenzsystems bei der Firma Marc Cain im Rahmen eines Europäischen Forschungsprojektes ein.

Die Präsentationen, sowie weitere Unterlagen zu Energiemanagementsystemen finden sich im Mitgliederbereich.

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