Verbot energieintensiver Bekleidung

Gesamtverband t+m gegen geplante EU-Richtlinie

Produkte, bei deren Herstellung, Nutzung und Entsorgung zu viel Energie verbraucht wird, sollen in der EU künftig nicht mehr verkauft werden. Das fordert die Europäische Kommission in Brüssel. Diese Richtlinien sollen auch für Bekleidung und Schuhe gelten. Die Behörde wolle damit einen Beitrag zu dem 2007 von den Mitgliedsstaaten gesetzten Ziel leisten, 20 Prozent Energie bis 2020 einzusparen. Die Richtlinie soll Mitte Mai vorgestellt werden.

"Das ist von A bis Z Schwachsinn", sagt Wolf-Rüdiger Baumann, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes textil+mode. Eine solche Verordnung sei in der gesamten textilen Kette nicht nachvollziehbar, schade den kleinen Unternehmen und auch den Verbrauchern. Nach dem Kauf eines Kleidungsstücks werde keine Energie mehr aufgewendet. "Die Verlierer wären einmal mehr die Unternehmen, die noch in Europa beziehungsweise in Deutschland produzieren", so Baumann.

Importe aus nicht europäischen Staaten treffe die Verordnung nicht. Der Gesamtverband werde auf alle Fälle in Brüssel intervenieren, damit Textilien und Schuhe von dieser Verordnung ausgenommen werden.