Vibinet wird benutzerfreundlicher

Ein Textilwiki entsteht

Sehr früh wurde in der Textilindustrie der Gedanke in die Tat umgesetzt, eine gemeinsame Plattform zu schaffen, in die jeder sein Wissen eintragen kann. Durch gemeinsame Weiterentwicklung der eingepflegten Inhalte entstand so eine immer aktuelle Wissensdatenbank für die Ausbildung in der Textil- und Bekleidungsindustrie.

Das Virtuelle Bildungsnetzwerk für die Textil- und Bekleidungsindustrie (Vibinet) wurde 2001 ins Leben gerufen.

Die Aufgabenstellung bestand darin, den Grundstock für eine branchenbezogene Community mit Hilfe eines virtuellen Bildungsnetzwerks für Textilberufe zu legen, um Grund-, Vertiefungs- und Expertenwissen zu sammeln, exemplarisch aufzubereiten und zu vervollständigen und es über das Internet verfügbar zu machen.

Dieses Ziel wurde umgesetzt insofern, dass heute eine beträchtliche Wissensmenge in Vibinet verfügbar ist.
Die Nutzung unterliegt allerdings auch einigen starken Reglementierungen. Das Vibinet hat sich in den Jahren zu einer Plattform für Lehrende entwickelt mit dem Nachteil, dass dieser Adressatenkreis relativ klein ist. Eine weitere Schwäche ist die unzureichende Benutzerfreundlichkeit aufgrund der gewählten Struktur.

Die Landesverbände der Textil- und Bekleidungsindustrie haben deshalb jetzt beschlossen, das Vibinet von der aktuellen Plattform auf eine wikibasierte Lösung umzustellen.
Die dadurch entstehende höhere Nutzerfreundlichkeit wird u.a. auch dazu beitragen, dass der Kreis der Vibinet-Nutzer steigen wird. Ein weiterer entscheidender Punkt ist es, neue Nutzergruppen zu erschließen. Zukünftig sollen auch Auszubildende, Studenten und angrenzende Branchen Zugriff auf die Daten erhalten.

Insgesamt werden zwei Zugangsmöglichkeiten geschaffen. Zum einen der direkte Zugang über die Plattform und der dortigen Beantragung der Nutzungsrechte, und zum anderen die Integration des Vibinets in die bestehenden geschlossenen Internetseiten der jeweiligen Landesverbände.
Ziel muss es sein, wie bei Wikipedia eine freiwillige Mitarbeit unter den Nutzern zu erreichen.

Zusammen mit dem DITF-Management Research, Denkendorf werden diese Neuerungen bis Mitte September umgesetzt, um dann die Mitgliedsunternehmen, Berufschulen und Hochschulen frühzeitig informieren zu können.