Virtuelle Textilien – Technologie mit spannenden Beispielen

Der Einsatz virtueller Techniken ist in der Automobil- und Maschinenbauindustrie bereits sehr verbreitet und weit erforscht. Im textilen Umfeld ist der Zuspruch für diese Technologie noch recht verhalten.

Oft schrecken die Unternehmen die Kosten, die mit einer Einführung verbundenen sind, ab. Im Rahmen des Technologieforums „Virtual Textiles“ Mitte Oktober präsentierten Firmen wie Lightshape, Wurzel Medien oder 3DXcite (ehemals RTT) ihr Wissen und zeigten, dass viele kleine Schritte zum großen Erfolg führen. Daniel Classen, Geschäftsführer von Lightshape aus Leinfelden-Echterdingen, verdeutlichte am praktischen Beispiel des Unternehmens Groz-Beckert die Erstellung von mehreren Animationen zu den verschiedenen Stichtypen. Diese wurden für unternehmensinterne Zwecke produziert und dienen der Veranschaulichung des komplexen Nähvorgangs.

3D-Daten können von frühen Design- und Entwicklungsstadien bis hin zur Kreation von Marketing- und Vertriebstools für verschiedene Distributionskanäle durchgängig genutzt werden – im Groß- und Einzelhandel, Katalogversand, E-Commerce oder für mobile Applikationen

Sascha Lanninger, Global Senior Vice President Lifestyle bei 3DXcite

Im zweiten Vortrag präsentiere Tobias Kenner aus der Geschäftsleitung von Wurzel Medien, mit anschaulichen Beispielen aus der Textilbranche die Effizienz von Simulationen bzw. Animationen. Echtzeit Simulation und fotorealistische Darstellungen beindruckten die Teilnehmer. In seinem Vortrag wies er ausdrücklich auf die Notwendigkeit einer intensiven Zusammenarbeit mit Einrichtungen aus der Forschung und Lehre hin, um langfristig eine nachhaltige Entwicklung im Bereich der virtuellen Textilien sicher zu stellen. Er machte auch deutlich, dass die Grundlage für eine effiziente und kostengünstige Simulationsentwicklung das 3D-Ausgangsmaterial ist. Sascha Lanninger, Global Senior Vice President Lifestyle bei 3DXcite, erläuterte anhand von namenhaften Kunden aus der Textil- und Automobilbranche wie vielfältig der Einsatz von virtuellen Techniken sein kann. Er zeigte viele Vorteile, die für den Einsatz von High-end 3D-Visualisierung stehen. „3D-Daten können von frühen Design- und Entwicklungsstadien bis hin zur Kreation von Marketing- und Vertriebstools für verschiedene Distributionskanäle durchgängig genutzt werden – im Groß- und Einzelhandel, Katalogversand, E-Commerce oder für mobile Applikationen“, so Lanninger.

Das einstimmige Fazit: 3D-Visualisierungstechnologien sind längst zu unverzichtbaren Bestandteilen der Kernprozesse in der Branche geworden – von spezialisierten Lösungen bis hin zu unternehmensweiten Anwendungen.

Die Veranstaltergemeinschaft, bestehend aus dem Virtual Dimension Center Fellbach, dem Cluster Technische Textilien Neckar-Alb, Südwesttextil und der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, kündigte einen Folgetermin fürs kommende Jahr an.