Weniger „Besonderer Ausgleich“

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat kürzlich eine Analyse zu den Wirkungen der „Besonderen Ausgleichsregelung“ im EEG veröffentlicht

Danach geht die finanzielle Entlastung der stromkostenintensiven Industrieunternehmen von der EEG-Umlage deutlich zurück – und das, obwohl die von diesen Firmen verbrauchte Strommenge steigt. Das im Rahmen der „Besonderen Ausgleichsregelung“ definierte Entlastungsvolumen für 2015 beträgt voraussichtlich 4,8 Mrd. Euro. 2014 waren es noch 5,1 Milliarden. Der Finanzierungsbeitrag, den die betreffenden Unternehmen real zur EEG-Umlage leisten, wird von 370 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf jetzt 630 Millionen Euro ansteigen.

"Entscheidend ist, wieviel nicht-entlastete Stromverbraucher mehr bezahlen müssen."

Michael Engelhardt, Leiter Energiereferat Gesamtverband textil+mode

Demnach tragen auch die durch Umlagebefreiungen privilegierten Unternehmen entgegen vieler Behauptungen erheblich zur Finanzierung des EEG bei. Die Zahl der entlasteten Unternehmen ist also weniger relevant. Wesentlich ist, was nicht-entlastete Stromverbraucher für die entlasteten Unternehmen beim EEG mehr bezahlen müssen. Dieser Betrag ist von bisher 1,35 auf nun 1,37 Cent/kWh angestiegen. Aktuell sind 69 Textilunternehmen teilweise von der EEG-Umlage befreit.