Wenn die Sonne lacht

UV-Schutzkleidung liegt im Trend

Bei strahlendem Sonnenschein das Frühjahr und den Sommer genießen – das ist eine Wohltat für die Seele. Für die empfindliche Haut von Kindern kann ein Zuviel an Sonnenstrahlung aber gefährlich werden. Mit spezieller UV-Schutzkleidung, die aus Fasern mit "eingebautem Sonnenschutzfaktor" besonders dicht gewebt ist, können verantwortungsvolle Eltern ihre Kinder effektiv vor Hautschäden schützen. Noch vor einigen Jahren ein Nischenprodukt liegt Sonnenschutzkleidung voll im Trend. Wie aber wird die Spezialkleidung von den Kids akzeptiert und wie reagiert die Umwelt auf Langarm-Shirt & Co. im Schwimmbad und am Badesee?

Diesen Fragen ist das internationale Textilforschungszentrum Hohenstein Institute in Bönnigheim nachgegangen. Das Team von Dr. Andreas Schmidt stattete in Zusammenarbeit mit einem namhaften Hersteller 143 Kinder im Alter von 2 bis 14 Jahren mit Sonnenschutzkleidung aus. Anhand eines Fragebogens beurteilten die Eltern nach einigen Wochen wichtige Faktoren wie den Tragekomfort, skizzierten das Trageverhalten und die Reaktionen der Umwelt sowie der Kinder selbst.

Diese fiel besonders gut aus: über 88 Prozent der Kinder (126) zogen die Kleidungsstücke sehr gerne oder gerne an. Auch den Tragekomfort beurteilten über 84 Prozent der Kinder (121) positiv. Bedenken von Eltern, dass die zumeist langarmigen Oberteile und knöchellangen Hosen von den Kindern beim Spiel im Wasser und in der Sonne als unangenehm empfunden werden könnten, bewahrheiteten sich nicht, denn die hochwertigen Markenprodukte trockneten besonders schnell.
Zudem folgten die meisten Eltern dem Rat Dr. Schmidts: "Kinder sollten nach dem Aufenthalt im Wasser die nasse Schutzkleidung gegen einen trockenen Satz tauschen, um ein übermäßiges Auskühlen des Körpers zu verhindern. Eine Empfehlung die übrigens auch bei `normaler´ Badebekleidung gilt."

Den Nutzen der UV-Schutzkleidung stellten die Versuchsteilnehmer und ihre Spielkameraden nicht in Frage, modische Aspekte wie Farbauswahl und Dessins wurden dagegen heftig diskutiert. Bereits die Kleinsten zeigten hier klare individuelle Präferenzen.

Als eine der Hauptforderungen aus dem Kreis der Teenager vermerkte Dr. Schmidt in seinem Abschlussbericht: "Die Motive ab Größe 140 wurden als zu kindlich und uncool eingestuft." Ein Problem, das die Hersteller sicherlich kurzfristig lösen können, so dass dem weiteren Siegeszug von Sonnenschutzkleidung weiter nichts im Wege steht. Denn immerhin gaben 75,5 Prozent der am Test beteiligten Eltern an, für ihre Kinder künftig UV-Schutzkleidung kaufen zu wollen.