Zahl der Lehrverträge steigt

Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid zieht Zwischenbilanz des Ausbildungsbündnisses

"2011 konnte die Zahl der neuen Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und hat damit den Stand von vor der Krise fast wieder erreicht", sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid Anfang Dezember in Stuttgart im Anschluss an das Spitzengespräch zur Ausbildungssituation in Baden-Württemberg. "Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich zwar entspannt, ist aber noch nicht ausgeglichen", so Schmid. "Wir haben auf der einen Seite über 4 000 unbesetzte Ausbildungsplätze. Auf der anderen Seite gibt es noch mehr als 9 000 Bewerber, die zwar in schulischen oder anderen Maßnahmen sind, aber ihren Wunsch nach einem Ausbildungsplatz aufrecht erhalten."

In Industrie, Handel, Handwerk und den Freien Berufen wurden zum 30. September in Baden- Württemberg mit 72 142 knapp 4 700 neue Ausbildungsverträge mehr abgeschlossen als im Vorjahr (plus 6,9 Prozent). Damit steht das Ergebnis für rund 95 Prozent aller Ausbildungsverträge fest.

Der Anteil der sogenannten Altbewerber ist um 9 Prozent weiter deutlich zurückgegangen. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze ist von 2 639 im Jahr 2010 auf 4 626 gestiegen.

Im Rahmen des Spitzengesprächs wurde die Zwischenbilanz 2011 des "Bündnisses zur Stärkung der beruflichen Ausbildung und des Fachkräftenachwuchs in Baden-Württemberg 2010 - 2014" vorgelegt. Partner des Bündnisses sind das Land, die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Kammern und Verbände der Wirtschaft, die Gewerkschaften sowie die kommunalen Landesverbände.

"Die von der Wirtschaft zugesagte Zahl von jährlich 7 600 neuen Ausbildungsplätzen wurde ebenso übertroffen wie das Ziel von 3 800 neuen Ausbildungsbetrieben. So sind es in diesem Jahr 10 743 neue Lehrstellen und 4 602 neue Ausbildungsbetriebe", erklärte Schmid.

"Grund für die erfreuliche Entwicklung ist neben der guten Konjunktur auch das Ausbildungsbündnis. In Zukunft wird es noch stärker darum gehen, schwächeren Jugendlichen eine Chance auf Ausbildung zu geben", konstatierte Eva Strobel, die Vorsitzende der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

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