Hornschuch – Installation einer zentralen Kälteversorgung

Kälte für eine Million Euro – Bereits wenige Wochen, nachdem das Zusammengehen von Hornschuch und Benecke-Kaliko besiegelt wurde, wird weiter in erheblichem Umfang in den Standort Weißbach investiert.

Auch bei der Platzierung der Kompressionskälteanlage ging es hochpräzise zu.
Foto: Auch bei der Platzierung der Kompressionskälteanlage ging es hochpräzise zu.
© Hornschuch

Während des laufenden Betriebs erfolgte Ende März die Installation einer zentralen Kälteversorgung, die konstante Produktionsbedingungen sicherstellt. In einer ersten Stufe wurde eine Kältekompressionsanlage mit einer Kälteleistung von 700 kW installiert. Bei Bedarf können weitere 300 kW nachgerüstet werden, so dass dann eine maximale Leistung von 1 Megawatt zur Verfügung stünde.

Um die Energieeffizienz der Anlage zu steigern, erfolgt die Kälteerzeugung in den Wintermonaten durch Nutzung des Flusswassers aus dem Kocher. Nachdem über das Kocherwasser die Kälte für die Kunstlederfertigung im Streichsaal produziert worden ist, wird dasselbe Wasser im Anschluss auch für die Kühlung der Kalanderwalzen in der Folienfertigung genutzt. Diese Doppelnutzung reduziert die Entnahme aus dem Kocher erheblich und schont so die Umwelt.

Am Haken: Der 40-Fuß-Container mit der zentralen Kälteanlage wurde mit einem Kranwagen vom Sattelschlepper auf einen Sockel versetzt.
Foto: Am Haken: Der 40-Fuß-Container mit der zentralen Kälteanlage wurde mit einem Kranwagen vom Sattelschlepper auf einen Sockel versetzt.
© Hornschuch

Die zentrale Kälteanlage wurde zwischen der Druckerei und Streichsaal in einem 40-Fuß-Container aufgebaut. Auf diesem Container selbst hat die Kompressionskälteanlage ihren Platz.

Bei allen Beteiligten war viel Fingerspitzengefühl erforderlich, es war Millimeterarbeit gefragt.
Foto: Bei allen Beteiligten war viel Fingerspitzengefühl erforderlich, es war Millimeterarbeit gefragt.
© Hornschuch

Die Kälteversorgung erzeugt Kaltwasser mit einer Vorlauftemperatur von 15 °C. Der Hintergrund der Investition in Höhe von über 1 Mio. Euro war die durchgängige Gewährleistung der Produktionssicherheit.