Zollfrei oder nicht?

Seminar beleuchtet Warenursprung und Präferenzen aus praktischer Sicht

Seminar WuP

Am 8. April haben Südwesttextil und Gesamtmasche gemeinsam zum Seminar "Basiswissen Warenursprung und Präferenzen" eingeladen, bei dem 25 Teilnehmer sich in die komplexe Welt der textilen Ursprungsregeln einführen ließen. Neulinge wie alte Hasen, die ihr Wissen auffrischen wollten, informierten sich über die Präferenzbeziehungen der EU, die Ursprungssystematik und das Ausstellen von Präferenznachweisen und machten sich anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen fit für die Praxis.

Angesichts hoher Zölle auf textile Fertigwaren in der EU und vielen Absatzmärkten bringt die Anwendung von Handelspräferenzen handfeste finanzielle Vorteile. Nutzen kann sie aber nur, wer den richtigen Warenursprung nachweisen kann. Silvia Jungbauer, Außenwirtschaftsexpertin von Südwesttextil, unterstreicht die besondere Bedeutung des Themas für die Branche: "Durch den präferenziellen Warenursprung lässt sich gerade bei Textil- und Modeprodukten im Außenhandel viel Geld sparen. Gleichzeitig sind die Ursprungsregeln so kompliziert wie in keiner anderen Branche. Unternehmen, die auf der sicheren Seite sein wollen, brauchen daher unbedingt Mitarbeiter mit fundiertem Fachwissen." Eine besondere Herausforderung sei, dass sich die Einhaltung der Regeln im Textilbereich kaum durch automatisierte Prozesse überprüfen oder unterstützen lasse.

Nach einer Auffrischung ihres Wissens zu den ursprungsbegründenden Be- und Verarbeitungen, den Möglichkeiten der Kumulierung und zur Dokumentation des Warenursprungs hatten die Teilnehmer am Nachmittag die Gelegenheit, praktische Beispiele zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand dabei die korrekte Erstellung von Lieferantenerklärungen.