-*spill over*- Fashionshow der Staatlichen Modeschule Stuttgart

Am 12. und 13. Juli zeigt die Staatliche Modeschule Stuttgart jeweils an zwei Terminen die Kollektion des Abschlussjahrgangs.

Am Freitag dem 12. Juli 2019 um 17 und 19 Uhr und am Samstag, dem 13. Juli 2019 um 19 und 21 Uhr präsentiert sich im Hafen Stuttgart - spill over - eine Kollektion des Abschlussjahrgangs der Staatlichen Modeschule Stuttgart: Verschiedenste Stilelemente werden nach Zufallsprinzipien gewählt, kombiniert, gemixt und neu zusammengefügt. In der Zufälligkeit und Beliebigkeit entstehen neue Optionen für besondere Spannungsverhältnisse und Kontraste in Kleiderformen und Looks.

Mehrdeutigkeit, Asymmetrie und Brüche. Funktionalität und Gender sind wichtige Themen. Kleidung transportiert die gesellschaftliche Komplexität und Vielfalt. Funktionalität wird im Zuge der sich verändernden Mobilität in Verbindung mit Tempi und Klima ein wichtiger Aspekt. Weichheit, Leichtigkeit, Transparenz und Fragilität stehen Robustheit, Opulenz und Volumen in Farbigkeit, Material und Silhouette gegenüber. Verarbeitungstechnologien sind sportlich, klassisch und couturig. So entstehen Kleider, einzigartig in Mixtur und Charakter.

Die Kollektionsthemen:

1 - workwear/classic/industrial/streetstyle:

Die Styles sind von der Klassik inspiriert und zunächst maskulin geprägt: Lange Mäntel oder Jacken. Die Silhouetten sind oversized und voluminös. Elemente aus Workwear und Industrial fließen ein und werden in Kleidern, Overalls oder Tops und Hosen verarbeitet. Feminine Akzente wie Faltung, Raffung, Rüsche ergänzen den Look, ebenso wie Bleichung und Batik als Endfinish. Hinzu kommt das Spiel mit der Umkehr: Schnitteile werden bewusst von innen nach außen gedreht. Die Farbigkeit ist cremig, pastellig bis kräftig mit Neonakzenten. Die Materialität reicht von klassischen, schweren Anzugstoffen über technischen Stoffen bis zu hauchfeinen Seiden. Couturige und sportliche Verarbeitungen stehen sich gegenüber.

2 - streetstyle/couture/sportswear:

Kleidertypen aus dem Sportswear wie Shirts, Bodys und Shorts werden mit klassischen Jacken- und Mantelformen kombiniert. Couturige und streetige Stilelemente vervollständigen den Style. Die Farben weiß, grau und silber dominieren und werden durch kräftige Akzente wie Neons ergänzt. Wichtige Details sind Gürtungen, Bänder, Tunnelzüge. High tech Materialien kontrastieren mit Jerseys, Stickereien, Satins und Seiden.

3 - lingerie

Mäntel, Pyjamas und Kleider in weichen, fließenden Satins und Seidenstoffen, Meshs und Stickereien betonen den femininen Charakter des Themas. Spielarten der Dekonstruktion bestehen aus: Vervielfältigung und Schichtung von Stilelementen, Verwendung von Schnitteilen in anderem Kontext, Vergrößerung von Details im Outfit und Auflösung von Formen und Linien ( Bondage ). Die Farben reichen von Nudes und Pastells bis zu kräftigen und dunklen Tönen.

Inforeisen nach Zürich, Berlin, Paris sind die Basis für die Kollektionsentwicklung. Aktuelle Themen beobachten die jungen Designer der Staatlichen Modeschule Stuttgart digital und analog: Auf Fachmessen, an internationalen Designerkollektionen, in Kultur- und Straßenleben. Zurück am Schreibtisch, entsteht über Trendresearch, die erste Kollektionsidee. Die Entwicklung der Entwürfe bis Prototyping folgen. Die Realisation der Kollektionsteile entsteht Stück für Stück: Verarbeitungstests, Schnittoptimierungen und Anproben an Models verfeinern die Styles. Gefertigt wird industriegemäß nach Standardgrößen.

Die Inszenierung der Modenschau entsteht in Zusammenarbeit mit Marco Goecke, der seit Jahren sehr erfolgreich und international als Ballettchoreograf und seit diesem Jahr auch als Ballettdirektor der Staatsoper Hannover arbeitet.

Alle Fashionshow-Termine sind öffentlich. Tickets sind über die Staatliche Modeschule Stuttgart erhältlich: T 0711/48 90 95 - 0, per Email: info@modeschule.kv.bwl.de oder eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.