„Warnstreiks völlig überzogen“

Südwesttextil-Arbeitgeber kritisieren den IG-Metall-Aktionstag in Giengen

Textil

Der Arbeitgeberverband Südwesttextil hat die für heute in Giengen geplanten Streik-Aktionen der IG Metall als vollkommen überzogen bezeichnet.

„Streiks sind das letzte Mittel, wenn am Verhandlungstisch nichts mehr geht. Doch das Gegenteil ist der Fall: Der nächste Verhandlungstermin am kommenden Mittwoch steht seit drei Wochen fest.“

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführer Peter Haas

Die Arbeitgeber hätten mit 2,9 Prozent mehr Lohn ein faires Angebot oberhalb der Inflationsrate vorgelegt, jetzt sei die Gewerkschaft am Zuge. „Nur Nein sagen, bringt uns nicht weiter“, sagte Haas. Kommende Woche in Saarlouis müsse die IG Metall Kompromissfähigkeit zeigen.

Über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen informieren die deutschen Textilarbeitgeber unter http://www.textil-mode.de/themen/tarifpolitik.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist Deutschlands zweitgrößte Konsumgüterindustrie. Südwesttextil vertritt die Interessen der Branche in Baden-Württemberg. Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband ist eine Gemeinschaft von rund 200 Unternehmen mit 7 Mrd. Euro Umsatz und 24.000 Beschäftigten. Viele sind wichtige Zulieferer für die Autoindustrie, Luft- und Raumfahrt und Medizin oder machen mit attraktiver Mode und hochwertigen Heimtextilien den Alltag schöner und komfortabler. Südwesttextil ist Berater für seine Mitglieder, Netzwerker in Politik und Wirtschaft, Sozialpartner in der Tarifpolitik, Förderer der Textilforschung und des Engagements für soziale und ökologische Standards. Textil aus Baden-Württemberg ist der Stoff, aus dem die Zukunft ist.