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Neue Studiengänge an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen

Drei neue Studiengänge an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen ergänzen das bisherige Portfolio um wesentliche Qualifizierungen für die Fachkräft der Zukunft.

Neue Studiengänge qualifizieren Fachkräfte der Zukunft

Interdisziplinäre Angebote an der Fakultät Engineering schließen wichtige Lücke an der Schnittstelle von Digitalisierung, Technik, Wirtschaft und IT

Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Gesellschaft in radikaler Weise. Unternehmen müssen neue digitale Technologien in Produkte und Prozesse integrieren, Services und Geschäftsmodelle neu denken und sich mit Themen wie Künstlicher Intelligenz und Big Data beschäftigen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und hierfür geeignete Fachkräfte zu qualifizieren, starten im kommenden Wintersemester an der Fakultät Engineering der Hochschule Albstadt-Sigmaringen zwei neue interdisziplinäre Studiengänge: der Bachelorstudiengang Digital Technology and Consulting sowie der Masterstudiengang Data Engineering and Consulting.

„Digitale Kompetenzen in Unternehmen sind eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der digitalen Transformation unserer Gesellschaft. Diese Kompetenzen sind wichtig, um zukünftige digitale Herausforderungen in Bezug auf Produkte und Prozesse frühzeitig zu erkennen und umzusetzen.“

Prof. Dr. Lutz Sommer, der die Studiengänge maßgeblich konzipiert hat

Die Umsetzung des Mega-Trends Digitalisierung stellt eine Herausforderung über die nächsten Jahrzehnte hinaus dar und unterliegt einem permanenten Anpassungsprozess, sagt Lutz Sommer. Themen wie Big Data, Digitale Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, Data Warehousing, E-Business und Internet of Things würden die Unternehmen langfristig herausfordern.

Absolventen gestalten mit Unternehmen die digitale Zukunft

Die Folge ist ein großer Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die nicht nur fit in Managementfragen sind, sondern auch über fundiertes Digitalisierungs-Know-how verfügen. „Sie unterscheiden sich vom klassischen Informatiker als Programmierer beziehungsweise dem Kaufmann als Manager durch ihren Fokus auf digitale Technologien, deren praktische Anwendung und Umsetzung im Unternehmen.“ Anknüpfend an den Bachelorstudiengang Digital Technology and Consulting startet der Masterstudiengang Data Engineering and Consulting.

Beide neuen Studiengänge wenden sich an jene Schulabgänger, Teilzeitstudiums- und Weiterbildungsinteressierten, die mit Unternehmen zusammen die digitale Zukunft gestalten wollen.

„Gefragt sind Persönlichkeiten, die als Schnittstellenmanager und Innovatoren die Digitalisierung in die Bereiche Technik, Wirtschaft und IT tragen und mit Fachexperten aus den Bereichen erfolgreich als Team umsetzen.“

Lutz Sommer

Fokus der beiden interdisziplinären Studienprogramme ist daher eine praxisorientierte Ausbildung in Kooperation mit Firmen, Forschungseinrichtungen und Partnerhochschulen. Im Masterstudiengang besteht zudem die Möglichkeit, mit internationalen Universitätspartnern einen anerkannten Doppelabschluss zu machen. Die Lehre erfolgt in Präsenz oder als Onlineangebot für Voll- und Teilzeitstudierende – das Angebot ist also auch für diejenigen interessant, die sich neben dem Beruf Digitalisierungskompetenzen aneignen möchten.

 

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Auf einer Demonstration für das Klima werden Plakate hochgehalten, die dazu auffordern den Planeten zu retten.
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Hochschule etabliert Nachhaltigkeits-Studiengang

Globale Umweltverschmutzung, soziale Ungerechtigkeiten und tiefgreifende Auswirkungen auf Mensch und Natur stellen unsere Gesellschaft und die Unternehmen heute vor große Herausforderungen. Darauf reagiert die Fakultät Engineering an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen mit einem neuen Studienangebot, das ihre Stärken im Bereich der Produkt- und Prozessentwicklung mit dem Thema Nachhaltigkeit vereint und den angehenden Ingenieuren einen an den globalen Herausforderungen orientierten Blickwinkel auf die Produktentwicklung ermöglicht. Der neue Studiengang „Sustainable Engineering – Nachhaltige Produkte und Prozesse“ mit breit angelegten Querschnittskompetenzen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Engineering startet im kommenden Wintersemester.

„Die Studierenden lernen bei uns, wie sie nachhaltige Produkte entwickeln und Produktionsprozesse optimieren können. Sie bewerten die Entwicklung von Produkten in Bezug auf ihren ökologischen Fußabdruck, befassen sich eingehend mit den Themen Kreislaufwirtschaft, Technologiefolgenabschätzung, soziale Verantwortung sowie Ressourcen- und Energieeffizienz.“

Prof. Marina Baum

Studierende lernen, die Welt im wahrsten Sinne des Wortes besser zu machen

Wie kann ein Produkt langlebig und reparaturfreundlich gestaltet werden? Können Themen wie Recycling und Entsorgung eines Produkts bereits in der Entwicklung bedacht werden? Welche Prozesse der Lieferkette stellen die größte Umweltbelastung dar, und wie können diese optimiert werden? Wie können Werkstoffe umweltfreundlich abgebaut, produziert und transportiert werden? Welche rechtlichen Vorgaben in Bezug auf den Umweltschutz existieren bereits, und von welchen Instanzen werden sie gemacht? Wie kann man Prozessketten fair gestalten? Wer trägt die soziale Verantwortung? Welchen Nutzen, aber auch welche Risiken bringt eine neue Technologie mit sich? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich „Sustainable Engineering“ und gibt den Studierenden das Rüstzeug mit, um die Welt im wahrsten Sinne des Wortes besser zu machen.

Studierende können aus drei Vertiefungsrichtungen wählen

In einem gemeinsamen Grundstudium werden den Studierenden zunächst das allgemeine ingenieurwissenschaftliche Fachwissen sowie Grundlagen der Nachhaltigkeit vermittelt. Um nach dem Studium sofort auch fit für den internationalen Arbeitsmarkt zu sein und auch ausländische Studierende anzusprechen, wird der Nachhaltigkeitsblock auf Englisch gelehrt. Ab dem dritten Semester entscheiden sich die Studierenden dann für eine von drei Vertiefungsrichtungen: Textil- und Bekleidungstechnologie, Maschinenbau oder Werkstoff- und Prozesstechnik. „Produktentwicklung ist komplex und vielschichtig“, sagt Hans-Joachim Illgner. Oft könne nur eine intelligente Kombination aus geeigneten Werkstoffen, passenden Produktionsmethoden und einer Optimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Umweltbelastung nachhaltig verringern.

„Es müssen aber auch Alternativen erarbeitet und altbewährte Konzepte hinterfragt werden. Lösungen für die globalen Herausforderungen sind ohne technisch-naturwissenschaftliche Ansätze kaum vorstellbar. Das Konzept des neuen Studiengangs, Nachhaltigkeit in Kombination mit technischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen zu lehren, ist hier wegweisend.“

Auf einer Tastatur liegt eine Hand die tippt, im Hintergrund sind Bildschirme zu sehen.
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Neuer Masterstudiengang macht IT-Sicherheitsexperten von morgen fit

IT-Sicherheitsexperte in einem Unternehmen werden, die Verantwortung für die IT-Sicherheit einer Behörde übernehmen oder digitale Kriminalität bekämpfen? Für all jene, die sich für eine Karriere in diesen Bereichen interessieren, startet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen im kommenden Wintersemester den Masterstudiengang Advanced IT Security. Studierende werden hier auf die Lösung komplexer und mehrdimensionaler Problemstellungen in der Praxis vorbereitet. Sie bauen ihr bereits vorhandenes informationstechnisches Wissen sowie ihr Know-how im Bereich der IT-Sicherheit aus und vertiefen die Anwendung moderner Methoden in Kryptologie, digitaler Forensik, Hardwaresicherheit und Cyber-Psychologie.

Für Sebastian Schreiber, Inhaber der renommierten Sicherheitsfirma SySS GmbH in Tübingen, schließt das neue Studienangebot eine wichtige Lücke.  Ohne IT-Sicherheit sei die digitale Transformation zum Scheitern verurteilt.

„Jeden Tag haben wir auf dem Gebiet der Cybersicherheit neue Herausforderungen. Es vergeht keine Woche, ohne dass wir etwas Neues lernen. Dieser Masterstudiengang versetzt Studierende in die Lage, bei diesem Megatrend nicht nur Zuschauer zu sein, sondern ihn aktiv mitzugestalten.“

Studierende lernen auch benachbarte Fachgebiete kennen

Zahlreiche Wahlpflichtmodule bieten den Masterstudierenden darüber hinaus Einblicke in die benachbarten Fachgebiete Künstliche Intelligenz, Business Analytics und Cyberphysical Systems beziehungsweise Industrie 4.0. „Neben dem technischen Wissen werden aber auch fachübergreifende Fähigkeiten vermittelt“, sagt Studiendekan Prof. Dr. German Nemirovski. Dazu zählten neben der Berücksichtigung ethisch-moralischer Belange auch kritisches Denken sowie konzeptionelles System-Denken und die Fähigkeit, komplexe Problemstellungen zu bearbeiten. Der Masterstudiengang Advanced IT Security richtet sich in erster Linie an Absolventinnen und Absolventen von Bachelorstudiengängen im Bereich der ITSicherheit. 

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