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01.06.2022 // Recht + Betriebspraxis

Neue Pfändungsfreigrenzen ab Juli

Die neuen Pfändungsfreigrenzen nach § 850 c ZPO wurden am 31. Mai 2022 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Arbeitseinkommen darf in der Regel nicht in voller Höhe gepfändet werden. Der Arbeitgeber hat vielmehr bei Ermittlung des pfändbaren Anteils des Arbeitseinkommens Pfändungsfreigrenzen zu beachten, die in regelmäßigen Abständen neu festgelegt werden. Die neuen Pfändungsfreigrenzen gelten ab 1. Juli 2022 und können dem Bundesgesetzblatt entnommen werden:

  • Für Arbeitseinkommen nach § 850 c Abs. ZPO 1 liegt der unpfändbare Betrag bei 1.330,16 € monatlich, 306,12 € wöchentlich und 61,22 € täglich.
  • Bei bestehender Unterhaltspflicht erhöht sich der Betrag nach § 850 c Abs. 1 ZPO für die erste Person um 500,62 € monatlich, 115,21 € wöchentlich und 23,04 € täglich.
  • Für die zweite bis fünfte Person, der Unterhalt gewährt wird, erhöht sich der Betrag nach § 850 c Abs. 1 ZPO um je 278,90 € monatlich, 64,19 € wöchentlich und 12,84 € täglich.
  • Die Beträge nach § 850 c Abs. 3 ZPO, deren Übersteigen für die Berechnung des unpfändbaren Einkommens unberücksichtigt bleiben, werden auf 4.077,72 € monatlich, 938,43 € wöchentlich und 187,69 € täglich erhöht.

Alle weiteren ab dem 1. Juli 2022 geltenden Pfändungsfreibeträge können Sie der Tabelle hier entnehmen.

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